Themensammlung: Wissensmanagement, Wissensdatenbank & Self Service

Wissen entfaltet seinen Nutzen erst dann, wenn es strukturiert erfasst, aktuell gehalten, schnell gefunden und im richtigen Moment bereitgestellt wird. Genau hier greifen Wissensmanagement, Wissensdatenbank und Self Service ineinander.

Im Service entstehen täglich neue Informationen: Lösungen für Störungen, Antworten auf Kundenfragen, Arbeitsanweisungen, Prozesswissen, technische Dokumentationen oder Erfahrungen aus bereits bearbeiteten Vorgängen. Werden diese Informationen systematisch aufbereitet, können Servicemitarbeiter schneller darauf zugreifen – und ausgewählte Inhalte lassen sich Kunden, Mitarbeitern oder Partnern direkt im Self-Service bereitstellen.

Diese Themensammlung zeigt, wie Wissensmanagement, Knowledge Base, Self Help, Self-Service-Portal, Servicekatalog und Service Desk zusammenwirken.

Wie hängen die Themen zusammen?

Der grundlegende Zusammenhang lässt sich vereinfacht darstellen:

Information entsteht → Wissen erfassen → prüfen und strukturieren → in der Wissensdatenbank bereitstellen → suchen und wiederverwenden → im Self Service veröffentlichen → Nutzung und Feedback auswerten → Wissen verbessern

Dabei übernehmen die einzelnen Bereiche unterschiedliche Aufgaben:

  • Wissensmanagement organisiert den Umgang mit Wissen im Unternehmen.
  • Die Wissensdatenbank bzw. Knowledge Base speichert und strukturiert relevante Inhalte.
  • Suche und Klassifikation machen Wissen auffindbar.
  • Self Help ermöglicht Nutzern, Lösungen eigenständig zu finden.
  • Das Self-Service-Portal verbindet Wissen mit Anfragen, Formularen und Serviceprozessen.
  • Der Service Desk nutzt vorhandenes Wissen bei der Bearbeitung und erzeugt gleichzeitig neues Erfahrungswissen.

Damit entsteht ein Kreislauf, bei dem Wissen nicht nur dokumentiert, sondern im täglichen Service genutzt und kontinuierlich erweitert wird.


Wissensmanagement - Wissen systematisch nutzbar machen

Knowledge Base praktischer Einsatz - Wissensdatenbank Multidimensionale und assoziative Knowledge Base

Wissensmanagement beschäftigt sich damit, relevantes Wissen zu identifizieren, zu erfassen, zu strukturieren, zu teilen und weiterzuentwickeln.

Dabei kann Wissen aus sehr unterschiedlichen Quellen entstehen:

  • gelösten Supportfällen
  • Erfahrungen von Mitarbeitern
  • technischen Dokumentationen
  • Arbeits- und Prozessbeschreibungen
  • FAQ
  • Anleitungen und Checklisten
  • Produktinformationen
  • Projekt- und Servicedokumentationen

Die Herausforderung besteht nicht allein darin, möglichst viele Informationen zu sammeln. Entscheidend ist, daraus verlässliches, auffindbares und wiederverwendbares Wissen zu machen.

Ein systematisches Wissensmanagement hilft deshalb auch dabei, Wissen weniger abhängig von einzelnen Mitarbeitern oder Abteilungen zu machen.

:right_arrow: Wissensmanagement, Wissensdatenbank, Wiki & Co


Wissensdatenbank – die zentrale Knowledge Base

Knowledge Base praktischer Einsatz - Wissensdatenbank Multidimensionale und assoziative Knowledge Base

Eine Wissensdatenbank oder Knowledge Base bildet die technische Grundlage für die strukturierte Bereitstellung von Wissen.

Darin können beispielsweise Lösungen, Dokumentationen, Anleitungen, bekannte Fehler, Prozessinformationen oder Best Practices abgelegt und mit weiteren Informationen verknüpft werden.

Besonders relevant wird eine Knowledge Base im Service Management, wenn sie nicht isoliert neben dem Ticketsystem steht.

Wissen kann dann unmittelbar dort genutzt werden, wo es benötigt wird:

Anfrage → passende Information finden → Lösung anwenden → Ergebnis dokumentieren

Umgekehrt kann Wissen aus erfolgreich bearbeiteten Vorgängen wieder in die Wissensbasis einfließen.

So wächst die Knowledge Base mit der täglichen Nutzung des Systems.

:right_arrow: EcholoN Knowledge Base - Wissensdatenbank


Vom Erfahrungswissen zum gepflegten Wissensartikel

Nicht jede Information, die während der Bearbeitung eines Vorgangs entsteht, sollte automatisch zu einem veröffentlichten Wissensartikel werden.

Zwischen einer gefundenen Lösung und dauerhaft nutzbarem Wissen liegt deshalb ein Wissensprozess.

Ein möglicher Ablauf:

Information erfassen → Relevanz prüfen → strukturieren → fachlich prüfen → freigeben → veröffentlichen → regelmäßig aktualisieren

Dadurch lässt sich unterscheiden zwischen:

ungepflegtem Wissen
→ Informationen und Erfahrungen aus der täglichen Arbeit

und

gepflegtem Wissen
→ geprüften und strukturierten Inhalten, die gezielt wiederverwendet werden können.

Gerade für Self Service ist diese Qualitätskontrolle wichtig. Ein Anwender sollte nicht irgendeine interne Notiz finden, sondern eine verständliche und verlässliche Lösung.

:right_arrow: Praktischer Einsatz der EcholoN Wissensdatenbank


Suche – Wissen muss gefunden werden

Eine umfangreiche Wissensdatenbank allein löst noch kein Wissensproblem.

Wissen, das nicht gefunden wird, kann im entscheidenden Moment nicht genutzt werden.

Deshalb gehören Struktur, Kategorien, Schlagworte und leistungsfähige Suchfunktionen unmittelbar zum Wissensmanagement.

Dabei können unterschiedliche Nutzer auch unterschiedliche Informationsbedürfnisse besitzen:

Ein Servicemitarbeiter sucht möglicherweise nach technischen Lösungsinformationen, während ein Kunde eine verständliche Anleitung benötigt. Ein HR-Mitarbeiter wiederum benötigt andere Inhalte als ein IT-Administrator.

Informationen müssen deshalb nicht nur gespeichert, sondern möglichst kontextbezogen und zielgruppengerecht auffindbar gemacht werden.

:right_arrow: EcholoN Knowledge Base und Suche


Self Help – Wissen direkt zur Problemlösung nutzen

Self Help überträgt einen Teil des vorhandenen Servicewissens direkt an Anwender.

Statt bei jeder bekannten Fragestellung einen neuen Supportvorgang zu eröffnen, können Nutzer zunächst selbst nach einer passenden Lösung suchen.

Geeignet sind beispielsweise:

  • häufig gestellte Fragen
  • bekannte Lösungen
  • Schritt-für-Schritt-Anleitungen
  • Benutzerhinweise
  • Produktinformationen
  • interne Arbeitsanweisungen
  • Hinweise zu bekannten Störungen

Der Nutzen entsteht dabei auf beiden Seiten.

Anwender erhalten Informationen ohne auf die Bearbeitung einer Anfrage warten zu müssen. Gleichzeitig werden Servicemitarbeiter von wiederkehrenden Standardfragen entlastet und können sich stärker auf komplexere Anliegen konzentrieren.

:right_arrow: Was ist Self Service? Definition, Vorteile und Best Practices


Self-Service-Portal – mehr als eine FAQ-Seite

Self-Service-Portal Software mit EcholoN

Ein modernes Self-Service-Portal geht über die reine Bereitstellung von Wissensartikeln hinaus.

Findet ein Nutzer keine passende Antwort, sollte der Prozess nicht an dieser Stelle enden.

Im Portal kann er beispielsweise:

  • einen passenden Service auswählen
  • eine Anfrage oder Störung erfassen
  • strukturierte Formulare ausfüllen
  • Anhänge übermitteln
  • eine Bestellung oder Genehmigung anstoßen
  • den Bearbeitungsstatus verfolgen
  • Rückfragen beantworten
  • auf Wissensartikel und Self-Help-Inhalte zugreifen

Dadurch entsteht eine wichtige Verbindung:

Wissen suchen → Lösung gefunden?

Ja → Self Help

Nein → passende Anfrage oder Serviceprozess starten

Das Self-Service-Portal wird damit zur Schnittstelle zwischen Informationsbereitstellung und tatsächlicher Serviceerbringung.

:right_arrow: Self-Service-Portal Software mit EcholoN


Servicekatalog – den richtigen Service finden

Nicht jedes Anliegen lässt sich durch einen Wissensartikel lösen.

Ein Anwender benötigt möglicherweise neue Hardware, eine Berechtigung, eine Bescheinigung, eine Reparatur oder eine andere definierte Serviceleistung.

Hier ergänzt der Servicekatalog die Wissensbereitstellung.

Statt herausfinden zu müssen, welche Abteilung oder welcher Mitarbeiter zuständig ist, wählt der Nutzer den benötigten Service aus einem strukturierten Angebot.

Beispielsweise:

„Notebook bestellen“
statt einer freien E-Mail an die IT.

„Zugriffsberechtigung beantragen“
statt einer unstrukturierten Supportanfrage.

„Defekt melden“
statt selbst nach dem zuständigen Facility-Mitarbeiter zu suchen.

Der Servicekatalog beschreibt damit, welche Leistungen verfügbar sind. Die Wissensdatenbank erklärt, was der Nutzer wissen muss. Das Self-Service-Portal führt beides an einem zentralen Zugangspunkt zusammen.

:right_arrow: Self-Service-Portal mit Formularen und Servicekatalogen


Service Desk – Wissen nutzen und neues Wissen erzeugen

Service Desk Software mit Wissensmanagement

Zwischen Wissensmanagement und Service Desk besteht eine besonders enge Verbindung.

Bei der Bearbeitung eines Incidents oder Service Requests können vorhandene Lösungsinformationen den Bearbeiter unterstützen.

Ein vereinfachter Ablauf:

Ticket erfassen → Problem einordnen → Knowledge Base durchsuchen → bekannte Lösung anwenden → Ticket abschließen

Existiert noch keine geeignete Lösung, entsteht während der Bearbeitung möglicherweise neues Wissen.

Dieses kann anschließend dokumentiert, geprüft und für zukünftige Fälle bereitgestellt werden.

So entsteht ein Kreislauf:

Wissen → schnellere Bearbeitung → neue Erfahrung → neues Wissen

Eine integrierte Knowledge Base kann dadurch sowohl die Erstlösungsquote unterstützen als auch eine einheitlichere Bearbeitung wiederkehrender Fragestellungen ermöglichen.

:right_arrow: Service Desk Software mit Wissensmanagement


Wissensmanagement und Self Service im Enterprise Service Management

Wissen und Self Service sind nicht ausschließlich IT-Themen.

Auch andere Fachbereiche besitzen wiederkehrende Fragen, Informationen und Services.

HR
→ Formulare, Onboarding-Informationen, interne Richtlinien

Facility Management
→ Gebäudeservices, Anleitungen, Störungsmeldungen

Kundenservice
→ Produktinformationen, FAQ, bekannte Lösungen

IT
→ Störungen, Service Requests, Benutzeranleitungen

Interne Services
→ Prozesse, Bestellungen, Genehmigungen und Informationen

Ein rollenbasiertes Self-Service-Portal kann diese unterschiedlichen Inhalte und Services innerhalb einer gemeinsamen Plattform bereitstellen.

:right_arrow: Was ist Enterprise Service Management?


Vom gelösten Ticket zum Self-Service-Wissen

Besonders interessant wird die Verbindung der einzelnen Bereiche, wenn Wissen als Kreislauf betrachtet wird.

Ein Beispiel:

1. Ein Anwender meldet eine bislang unbekannte Störung.

2. Der Service Desk untersucht und löst den Fall.

3. Die Lösung wird als relevantes Erfahrungswissen erkannt.

4. Das Wissen wird strukturiert, geprüft und freigegeben.

5. Der Wissensartikel steht zukünftig Servicemitarbeitern zur Verfügung.

6. Geeignete Inhalte werden zusätzlich im Self-Service veröffentlicht.

7. Beim nächsten vergleichbaren Problem findet ein Anwender die Lösung möglicherweise selbst.

Aus einem einzelnen Supportfall entsteht damit wiederverwendbares Wissen.

Der Zusammenhang lautet:

Serviceprozess → Erfahrung → Knowledge Base → Self Help → weniger wiederkehrende Standardanfragen → neue Serviceerfahrung


Kurz zusammengefasst: Wissensmanagement schafft den organisatorischen Rahmen, die Wissensdatenbank strukturiert und speichert relevante Informationen und Self Help macht ausgewähltes Wissen unmittelbar für Nutzer verfügbar.

Das Self-Service-Portal verbindet diese Wissensbereitstellung mit Servicekatalogen, Formularen, Tickets und Workflows. Der Service Desk nutzt vorhandenes Wissen und liefert gleichzeitig neue Erfahrungen für die Knowledge Base.

So entsteht aus einzelnen Informationen ein kontinuierlicher Wissenskreislauf zwischen Serviceorganisation, Knowledge Base und Self Service.